02.06.2018 - 3. Tag Ramsau


11. Rettungshunde Trainingswoche in der Ramsau vom 30.05. - 03.06.2018

Am Mittwoch den 30.05. starteten wir wieder los Richtung Ramsau, um am Trillerhof von Hilde und Norbert unser jährliches RH-Trainingscamp zu absolvieren.

Nachdem Fahrgemeinschaften gebildet und durch erworbene "Tetris-Fähigkeiten" sämtliches Gepäck erfolgreich verstaut war, brachen wir auf um uns am Trillerhof zu treffen.

Unsere Hunde bezogen wieder ihr Quartier im Heuboden und wir unsere Zimmer.

Nach dem Abendessen ging es auch gleich los mit den Präsentationen der Gruppenarbeiten zum Thema "Der Rettungshund im Einsatz".

Team 1 bestehend aus Silke, Klaudia, Marcel und Michael erklärten uns durch reichlich Anschauungsmaterial die richtige Ausrüstung für Hund und Hundeführer.

Team 2 - Günther, Sergiu und Trixi hatten das Thema "Was passiert nach der Alarmierung bis zum Eintreffen an der Einsatzstelle?"

Verschiedene Punkte wie: Selbstschutz, Verkehrssituation, Wetterverhältnisse .... wurden zur Diskussion in den Raum gestellt.

Team 3 behandelte den Punkt "Ankunft an der Einsatzstelle, wie geht es weiter?"

Lydia, Doris, Christian und Roman erarbeiteten die Rolle des Gruppenleiters und den organisatorischen Ablauf bis zur eigentlichen Suche.

Den Abschluss bildete Team 4 mit Lisa, Claudia, Horst und Gerhard. Sie erklärten anhand von Beispielen das Bedienen der Funkgeräte, den Ablauf eines Funkspruches und die Grundlagen des Kartenlesens.

Nach einer kurzen und unruhigen Nacht (manche Hunde waren mit ihrer Unterbringung oder ihrem Boxennachbarn unzufrieden) starteten wir im Wald hinter dem Trillerhof zur Flächensuche. Natürlich nicht, ohne uns vorher genau mittels Karte über unser Suchgebiet zu informieren.

Wir übten weite Schläge und das Überqueren eines Weges als natürliches Hindernis bei der Suche.

Mittags wurde das aufziehende Gewitter zur ausgiebigen "Knotenkunde" mit Gerhard genutzt. Die verschiedensten Knoten wurden fleißig geübt und ab jetzt gelten keine Ausreden mehr beim Aufwickeln von Leinen oder Triebschnüren! (Auffrischungskurse werden jederzeit gerne angenommen - weil bei so vielen KNOTEN kommt`s zum KNOPF im Hirn!)

Sobald die Gewitterfront wieder abgezogen war starteten wir zu einer zweiten Trainingsrunde.

Am Freitag stand die Weg Suche auf der Ochsenalm am Programm. Je nach Ausbildungsstand der Hunde wurden die Opfer einfacher oder schwieriger - mit oder ohne Tarnung - platziert. Ein umgestürzter Baum wurde zum Hochversteck umgewandelt und alle Hunde wie Hundeführer hatten sichtlich Spaß an der Sache. Nach der Mittagspause beim Ochsenwirt Herfried, der uns wie jedes Jahr super verköstigte, starteten wir wieder frisch gestärkt zum zweiten Durchgang.

Abends gab es dann für die Brüder Mexx und Lennox zum 1.Geburtstag von Günther und Marcel ein extra Leckerli und ausgiebiges Knuddeln!

Nach dem Abendessen erklärte uns Horst die verschiedenen Kartenarten und das richtige Ausrichten "Ausnorden" von Karten.

Ein Wandertag vom Berghotel Türlwand zur Brand Alm stand am Samstag auf dem Programm.

Durch Almwiesen und einen Lärchenwald ging es über die Austria-Hütte mit dem Alpinmuseum zur Brand Alm und zurück zum Parkplatz.

Kurzfristige Orientierungsschwierigkeiten (wo ist der Weg?) führten zu tollen Schnee und Felsenfotos und bei einem Abstecher zum Aussichtspunkt legten wir eine kleine "Verpflegungspause" ein.

Die Gondelfahrt auf den Dachstein Gletscher durfte natürlich nicht fehlen und während eine Gruppe Spaß im Schnee hatte, genossen die Anderen die Aussicht und den Kaffee.

Nachdem Hund und Hundeführer nach der Rückkehr zum Trillerhof ausgiebig gerastet hatten starteten wir um 21.30 Uhr im Wald mit unserer Nachtsuche.

Während die Hundeführer trotz Stirnlampe stark mit der Dunkelheit und dem Gelände kämpften, sausten die Hunde durch den Wald und zeigten ein um das andere "Opfer" an.

Die Zuschauer und Hundeführer konnten sich an den Leuchthalsbändern der Hunde orientieren, die wie Irrlichter durch den Wald hüpften.

Zum Glück verirrten sich zu dieser Zeit keine "unbeteiligten" Wanderer in den Wald. Die "hüpfenden" roten Lichter in Kombination mit dem "gefährlichen" Bellen könnten für Uneingeweihte ziemlich bedrohlich wirken.

Zufrieden aber erschöpft wurden die Hunde versorgt und die Hundeführer ruhten sich für die am Sonntag anstehende "Prüfungssimulation" aus.

Hochmotiviert und leicht nervös starteten die "Prüfungsteams" am Morgen ihre Rettungshunde Eignungs- oder A-Prüfungen. Die Opfer wurden platziert und Gerhard fungierte als "Richter", Doris als "Prüfungsleiter". Trotz diverser "Verwirrungsversuche" seitens unseres "Probeprüfungsrichters" konnten alle, auch dank ihrer cleveren Hunde (keine Panik Frauchen - ich mach das schon!) diese Herausforderung erfolgreich meistern.

Zufrieden ging es zurück zum Trillerhof wo uns Hilde wieder mit einem super Menü verwöhnte.

Nach dem Essen wurde gepackt und manche Schwierigkeiten beim Verstauen (war das Gepäck plötzlich mehr geworden Lisa?) wurden gemeinsam und mit Hilfe von Spanngurten gelöst!

Als die Hunde versorgt und in den Autos untergebracht waren, brachen wir Richtung "Heimat" auf.

Diesmal bereits mit der Vorfreude auf eine Wiederholung im Oktober zur Trainer-Klausur.

Liebe Hilde und lieber Norbert wir danken uns sehr dafür, dass ihr uns mittlerweile schon das neunte Mal so herzlich aufgenommen habt. Dank dir Hilde haben die Fitnessstudios wieder einen gewaltigen Ansturm um die wegen deiner Kochkünste zugelegten Kilos wieder abzutrainieren.

Wir gestehen hiermit, dass ALLE "Küchen-Grenz-Übertretungen" von eurem Ari nur unsere Schuld waren. Er konnte unserem (zumindest für ihn) leckeren Geruch (nach Leckerlis!) und unseren Schmuseeinheiten halt nur schwer widerstehen!

Wir freuen uns schon sehr auf ein Wiedersehen im Herbst!