Trainingsplan

Trainingsplan September - Oktober 2017

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Trainingsplan November - Dezember 2017


Ausbildung

Welpen
Junghunde
Begleithunde

Basiskurs (Familienhunde)
Fährte
Stöbern
Rettungshunde

Welpen

für Hunde von ca. 10 - 20 Wochen
Welpen
Welpen
Kommt ein Welpe ins Haus, bringt dieser in der Regel ihr Leben gehörig durcheinander und wirft viele Fragen auf:
  • Wie lange darf ich mit dem Welpen ...spielen?
  • Wie funktioniert das mit der ...Stubenreinheit?
  • Wie bringe ich ihm das Autofahren...oder Alleinbleiben bei.

Welpenstunde:

  • Aufbau einer starken Bindung...zwischen Hundebesitzer - und Hund.
  • Gewöhnung an verschiedene ...Umwelteinflüsse.
  • Vermittlung der Grundbegriffe der ...Erziehung.
  • Artgerechtes Spiel zwischen Mensch...und Hund.

Junghunde

für Hunde ab ca. 5 Monaten
Junghunde
Junghunde
Die Welpenzeit ist überstanden und man hat den Eindruck, die Erziehung sei erfolgreich abgeschlossen bis eines Tages die Pubertät zuschlägt. Es scheint, als könne ihr Hund sie nicht mehr verstehen. Er kommt nicht mehr wenn man ihn ruft und auch alle anderen Befehle scheinen ihm völlig fremd zu sein.Zu ihrer Beruhigung: Das ist nicht ungewöhnlich!Während der Junghundezeit scheint ihr Hund manchmal zwei Gesichter zu haben. Einmal strotzt er nur so vor Mut - ein anderes Mal erschrecken ihn die kleinsten Dinge. In dieser sensiblen Phase bedarf er mehr denn je ihrer souveränen Führung.
Die wichtigsten Elemente in der Junghundeausbildung sind daher die Grunderziehung und die Festigung der erlernten Verhaltensweisen.
  • Funktioniert "Sitz"auch, wenn andere Hunde an ihnen vorbeigehen?
  • Kommt der Hund auch zu ihnen, wenn er abgelenkt wird?

Begleithunde

für Hunde ab ca. 1 Jahr
Begleithunde Ausbildung
Begleithunde Ausbildung
Oft sind Hundebesitzer der Meinung, dass Erziehungslücken oder Fehlverhalten bei einem erwachsenen Hund nicht mehr zu korrigieren sind.

Es sei schwierig einem erwachsenen Hund etwas beizubringen, da er nicht mehr lernt.

Glücklicherweise ist diese Annahme falsch!
Ein Hund lernt sein ganzes Leben lang - die Motivation spielt hierbei die entscheidende Rolle.


Je höher diese ist, desto größer wir der Erfolg beim Lernen sein.

Zeit, Geduld und Konsequenz

Es besteht die Möglichkeit, vier aufeinander aufbauende Begleithundeprüfungen zu absolvieren.

Basiskurs (Familienhunde)

für Hunde ab ca. 6 Monaten
Basiskurs (Familienhunde Ausbildung)
Basiskurs (Familienhunde Ausbildung)

Leider haben wir Menschen im Laufe der Zeit verlernt unsere Hunde zu verstehen.

In der heutigen Zeit wird von unseren Hunden sehr viel mehr verlangt, als nur die üblichen Grundbegriffe. Wir wollen und sollen mit unseren Hunden überall hingehen können, die Freizeit mit ihnen verbringen und sie einfach an unserem alltäglichen Leben teilhaben lassen. Unser Hund ist ein Teil der Familie geworden, ob Wanderungen, Feste oder Gastgartenbesuch.

Die Menschen lernen den Hund zu verstehen und seine Gesten zu deuten. Durch nachstellen alltäglicher Situationen, die Kinder spielen ball, Besuch kommt, der Stadtspaziergang uvm.

Dies erfordert eine konsequente und ruhige Ausbildung, damit der Hund in jeder Situation ruhig und gelassen reagiert. Die Schulung des Hundes beginnt im Kopf des Menschen. Begreife ich den Hund, begreift er mich.

Fährte

Geschichtliches:
Der Hund stammt vom Wolf ab. Der jagt seine Beute auf verschiedene Arten, aber immer mit demselben Grund, um nicht zu verhungern, zum Überleben.

Fährtensuche
Fährtensuche

Er spürt seine Beute auf:

  • durch Körperwitterung (stöbernd / Wildtierverhalten), Hochsuche
  • durch Fährtenwitterung (hinterlassene Spuren / Leistungssport), Tiefsuche
  • durch Gedächtnis (Aufenthaltsorte)

Der Hund hat die gleichen Fähigkeiten wie der Wolf. Der Mensch nutzt diese Fähigkeiten für sich aus, bei der:

  • Jagdunterstützung - zum Jagen von Wild
  • Kriminalistik - Aufsuchen von Täterspuren
  • Zoll - Rauschgift und sonstige Waren
  • Hundesport - Leistungen auf Fährtenarbeit ausgerichtet
  • Lawinen- und Katastrophenhund - zum Aufstöbern vermisster Menschen
  • Medizin - der Hund kann riechen, ob der Mensch an Krebs leidet.

Stöbern

Suche nach verlorenen Gegenständen

Stöberprüfung 1 - 3 (StPr 1 - 3)

Prüfungsstufen für die Stöberprüfung:
Die Anforderungen sind unterschiedlich abgestuft und der jeweiligen Prüfungsstufe angemessen.

Viele Hundebesitzer denken über eine sinnvolle Freizeitgestaltung mit ihrem Hund nach und gerade die Nasenarbeit rückt dabei immer mehr in den Vordergrund.

Die Ausbildung eines Stöbersuchhundes (Verloren Suche nach Gegenständen mittels Hund) hört sich einfach an, kann es auch sein, ist mitunter aber sehr kompliziert.

Das Schwierigste ist das Beibehalten eines roten Faden in der Ausbildung. Damit ist gemeint, dass der Hund nicht laufend durch wechselnde "Methoden" durcheinander-gebracht wird, nur weil etwas nicht so funktioniert, wie der Hundeführer es sich vorstellt oder ihm die Geduld fehlt.

Ein schrittweises Vorgehen macht sich bezahlt und es sollte kein Problem sein, das Ausbildungsziel zu erreichen.

Rettungshunde

Wie viele Helfer wären wohl nötig, um nachts einen Jungwald von 50 x 100 Meter auf Knien kriechend abzusuchen?

Ein Rettungshund benötigt ca. 2 - 3 Minuten!

Egal ob verlaufen, vermisst oder verschüttet - mit dem Einsatz von ausgebildeten Rettungshunden werden Personen am sichersten gefunden!

Hunde sind aus Personensucheinsätzen nicht mehr wegzudenken, denn die Tiere sind nicht nur der berühmte Partner mit der kalten Schnauze. Mit ihrem beeindruckenden Geruchssinn führen topausgebildete Rettungshunde ihre Führer zu Vermissten in Wäldern, unter Schnee und Trümmern.

Eine Rettungshundeorganisation, die mit solchen Hunden arbeitet, ist der
"ÖHV - Hundesportverein Eberschwang".

Die Ausbildung zu einem Rettungshund beginnt bereits beim Welpen und dauert in etwa zwei Jahre. Sie wird mit einer IPO Prüfung abgeschlossen.

Eine Rettungshunde Prüfung wird in 3 Schwierigkeits Stufen abgelegt:
E = Eignungsprüfung
A = Ist nötig um den Einsatztest abzulegen
B = Ist die höchste Prüfungsstufe

Alle Mitglieder des Rettungshundeteams arbeiten ehrenamtlich! Auch die Ausgaben für die notwendige Ausrüstung bei Training und Einsätzen tragen die Mitglieder selbst.

Einsatzbereiche
Ein Rettungshund wir dafür ausgebildet, Menschen in Notsituationen aufzuspüren. Die spezifischen Einsatzbereiche, in denen ein Rettungshundeteam arbeitet, sind genau definiert.

Flächensuche
Flächensuche

Flächensuche
Bei der Flächensuche durchstreift ein Rettungshundeteam unwegsames Gelände oder große Wald- und Wiesenflächen nach Vermissten:

  • beispielsweise Kinder die sich verirrt haben
  • Personen die nach einer Wanderung nicht mehr zurückgekehrt und möglicherweise verletzt sind
  • abgängigen verwirrten oder älteren Menschen die aus dem Seniorenheim verschwunden sind

Der Flächensuchhund, der das Gelände im Zick-Zack Revier nach menschlicher Witterung absucht und anzeigt, ersetzt gut 50 Personen einer Suchkette. So ist eine raschere Suche mit weniger Einsatzkräften möglich.

Der Informationsstand und die daraus resultierende Einsatztaktik bestimmen die Wahrscheinlichkeit, die gesuchte Person aufzufinden.
Lawinensuche
Lawinensuche

Lawinensuche
Lawinenhundeeinsätze gehören mit zu den interresantesten Arbeiten mit dem Hund.

Von der Alamierung bis zum eintreffen auf dem Lawinenkegel vergehen meist nur wenige Minuten und so muß man sich von der ersten Minute voll auf seinen Hund verlassen können.

Da es hier um Menschenleben geht, wäre jeder Fehler fatal und so muß ständig und intensiv trainiert werden.

Die Ausbildung von Lawinensuch-hunden dauert mindestens zwei bis drei Jahre.

Trümmersuche
Trümmersuche

Trümmersuche

Nach Naturkatastrophen wie Erdbeben, Überschwammung, Erdrutsche, verheerenden Stürmen oder nach anderen Katastrophen - etwa Exlosionen, Flugzeug und Eisenbahnunglücken, Gebäudeeinstürzen oder Grubenunglücken - sind Rettungshundeteams bei der sogenannten Trümmersuche im Einsatz.

Dabei gilt es, unter Materialien wie Stein, Beton, Plastik, Glas oder Holz verschüttete Personen auszuspüren. Der Trümmerhund kann die menschliche Witterung aus einer Vielzahl verschiedener Gerüche herausfiltern.

Erheblich erschwert wird seine Nasenarbeit durch Staub und meterhohe Trümmerschichten, unter denen die Opfer begraben sein können, sowie durch die mühevolle und gefährliche Fortbewegung auf den Trümmern, die viel Übung erfordert.

Danach folgen laufend Weiterbildungskurse und Trainingseinheiten. Da für die Ausbildung Personen teilweise einige Meter tief vergraben werden, muss hier mit der nötigen Vorsicht und Professionalität gearbeitet werden.

Die Ausbildung ist aber gleichermaßen schwierig wie faszinierend.

Anzeige (Verbellen)
Anzeige (Verbellen)

Anzeige
Verbellen: Sobald der Hund beim Opfer ist, beginnt er zu bellen und der Hundeführer kann so auch aus größerer Entfernung hören wo sich der Hund befindet.


Erst nach Eintreffen des Hundeführers beendet der Hund das Verbellen. Erst wenn der Vierbeiner die Anzeige sehr gut beherrscht, wird die Person schrittweise immer weiter entfernt und schwieriger versteckt, um zu beurteilen wie gut er seine Nase schon bei der Suche nach Menschen einsetzt.

Dies wird mit der Zeit immer mehr ausgedehnt. Der fertig ausgebildete Hund soll dann bis zu 5 Personen in einer halben Stunde finden. Das wichtigste an dieser Arbeit ist, dass der Hund sehr selbstständig und zuverlässig sucht und gefundene Personen anzeigt.

Gewandtheit
Gewandtheit

Gewandtheit
Besonders in der Trümmerarbeit ist es unerlässlich, dass sich der Hund auf den verschiedensten Untergründen ruhig fortbewegt und vorhandene Hindernisse selbstständig überwindet.

Aus diesem Grund trainieren wir mit unseren Hunden neben den prüfungsrelevanten Geräten, wie Fassbrücke, Leiter, Tunnel und Wippe, regelmäßig das Überqueren bzw. Klettern auf den verschiedensten Materialien und Untergründen.

Beim Absolvieren dieser Hindernisse ist nicht die Schnelligkeit entscheidend, sondern das ruhige und trittsichere Überqueren.

Die Gewandtheit ist somit Grundvoraussetzung, dass sich der spätere Rettungshund unabhängig von lauten Geräuschen, Feuer oder Rauch ruhig und sicher auf einem Trümmerkegel fortbewegen kann und somit das Auffinden von Personen ermöglicht.

Rettungshunde Prüfung
Rettungshunde Prüfung

Prüfung
Die Ausbildung zu einem Rettungshund beginnt bereits beim Welpen und dauert in etwa zwei bis drei Jahre. Sie wird mit einer IPO Prüfung abgeschlossen.

Eine Rettungshunde Prüfung wird in 3 Schwierigkeits Stufen abgelegt:

E = Eignungsprüfung
A = Ist nötig um den Einsatztest abzulegen
B = Ist die höchste Prüfungsstufe